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Kategorie: Blog

Einen Roman schreiben – und anbieten

Einen Roman schreiben – und anbieten

Die Pandemie verlangt uns als Journalisten viel ab. Kurzarbeit bei den Magazinen, Anzeigenrückgang – das belastet auch die Freien Journalisten. Corona macht aber auch Dinge möglich, für die wir vielleicht vorher keine Zeit hatten. Ich habe zum Beispiel endlich meinen ersten Roman geschrieben.

Nachdem er nun fertiggestellt ist, stellt sich die Frage: Wer veröffentlich ihn und wie biete ich mein Werk an?

Wie biete ich an – das Exposé

Als erstes stellte ich mir die Frage: Wie schreibe ich überhaupt ein Expose? Zum Glück gibt es dazu im Netz viele hilfreiche Seiten. Zwei davon habe ich euch nachfolgend unten verlinkt.

Das Wichtigste war für mich, mein Dokument erst einmal in die richtige Formatvorlage zu bringen. Auch wenn die Anzahl der Seiten der Leseprobe sich von Verlag zu Verlag unterscheiden, es wird immer eine Normseite verlangt. Diese besteht aus 1.800 Zeichen und 30 Zeile. Der Zeilenabstand sollte mit 1,5-fach eingestellt sein; als Schriftart habe ich Courier New gewählt, da hier die Buchstabenweite immer gleich ist (sie ist eine nicht-proportionale Schriftart).

Als nächstes habe ich mir ein paar Beispiele anderer Autoren angesehen und mir so ein Expose gebastelt, mit dem ich zufrieden war. Ich habe einen Klappentext geschrieben, eine Zusammenfassung der Geschichte sowie die wichtigsten Figuren beschrieben. Anschließen folge noch eine kurze Vita, zu der auch bisherige Veröffentlichungen gehörte.

Zu guter Letzt habe ich recherchierte, welche Verlage für mein Werk in Frage kamen und habe auf deren Seiten geschaut, welche Vorgaben diese selbst haben. Wie gesagt, das unterscheidet sich vor allem in der Länge der Textprobe (10 bis 50 Seiten) sowie im Umfang des Exposes. So verlangen einige Verlage Kurz- und Langtexte.

Dann habe ich eine nette E-Mail geschrieben und mein Expose verschickt – jetzt warte ich 🙂

Nachlesen: Wie schreibt man ein Expose für einen Roman?, Expose schreiben für einen Roman, Tipps vom Ullstein Verlag

Wo biete ich an – Agenturen oder Verlage?

Wie schon mal erwähnt, habe ich in der Vergangenheit die Plattform Wattpad ausprobiert. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Die Gründe dafür: Ich habe zu wenige Geschichten gefunden, die mich a) interessierten und b) auch noch gut geschrieben waren. So habe ich zu wenig kommentiert – und da Wattpad wie eine Social-Media-Plattform funktioniert, wurde auch mein Profil so nur spärlich besucht.

Als nächstes habe ich mich an Agenturen gewandt. Eine hilfreiche Liste verschiedener Ansprechpartner mit Beschreibung des Genres habe ich bei Wikipedia gefunden, mir deren Internetseiten angesehen und drei Agenturen angeschrieben. Die erste E-Mail kam gleich zurück – Empfänger unbekannt. Auf eine Folgemail an die allgemeine Kontaktadresse blieb unbeantwortet. Ähnliches Ergebnis bei den anderen beiden Agenturen – nach nur drei Monaten gab es noch keine Rückmeldung.

In einem Forum habe ich gelesen, dass auch andere Autoren wenig Erfolg haben, wenn sie über Agenturen gehen. Deswegen habe ich mich entschieden, Verlage direkt anzuschreiben. (Deswegen habe ich dort auch nach den Vorgaben zur Einsendung von Manuskripten geschaut.) Die meisten Verlage haben eigene Seiten für Autoren-Bewerbungen. Wer diese nicht gleich findet: Einfach den Namen des Verlags sowie „Autorenbewerbung“ in die Suchmaschine eingeben, dann kommt die entsprechende Seite meistens.

Einige Verlage nehmen aktuell gar keine Manuskripte an, andere möchten diese lieber auf dem Postweg erhalten – es ist also sinnvoll, sich auf den Seiten der geeigneten Verlage genauer umzusehen!

Leider sind hier die Rückmeldezyklen zum Teil sehr lang. Nur von einem Verlag (Rowohlt) habe ich bisher eine (negative) Rückmeldung erhalten. Viele Verlage schreiben, dass eine fehlende Rückmeldung gleichbedeutend mit einer Absage ist. Das ist natürlich frustrierend, weil man so auch nicht erfährt, warum die Geschichte abgelehnt wurde.

Wem das alles zu nervig ist, der kann natürlich sein Werk noch im Eigenverlag herausbringen. Auch namhafte Verlage bieten eigene e-book-Plattformen an. Zum Beispiel Luebbe oder Rowohlt und Droemer Knaur. Noch einfacher geht es natürlich über Tolino und Kindle/Amazon.

Euch also viel Erfolg, wenn ihr euch ebenfalls auf diesem Weg befindet!

Schreiben? Unbedingt!

Schreiben? Unbedingt!

Neulich hatte ich ein nettes Fachgespräch mit einem Kollegen. Dabei ging es ums Schreiben – aber ausnahmsweise nicht um das von journalistischen Texten. Wir fachsimpelten über das Schrieben von Geschichten.

Vielleicht geht es such auch so, dass ihr auch in eurer Freizeit nicht von Worten, Sprachbildern und Sätzen wegkommt? Ich habe bereits im Studium diverse Kurzgeschichten geschrieben – zumeist auf Englisch. Vor einiger Zeit habe ich eine dieser Geschichten zufällig wiederentdeckt und mit Entsetzen festgestellt, dass sie kein Ende hat. Also musste ich – ja, tatsächlich wie im Zwang – dieser Geschichte zu ihrem Ende verhelfen. Sie danach wieder auf der Festplatte schlummern zu lassen, dafür war sie mir zu schade. Und da es ja mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zum Veröffentlichen gibt und ich ohnehin Auto bei Amazon bin, habe ich sie auf die Plattform des Internetgiganten gestellt. Verkauft habe ich natürlich nicht ein Exemplar 😉

Aber welche Alternativen gibt es dazu? Als ich mich vor ein paar Monaten auf die Suche nach ebensolchen machte, gelangte ich auf Wattpad. Erst fand ich diese Plattform für Geschichten von Hobby-Autoren noch ganz nett, bald merkte ich aber, dass sich hier viele Teenies herumtreiben. Nichts gegen Teenies – toll, dass sie schreiben. Aber bei massiven Grammatik- und Rechtschreibkinken vergeht mir leider die Lust am Lesen. Tolle Autoren mit interessanten Geschichten sind schwer zu finden. Ein paar habe ich zwar aufgetan, doch dann folgte Problem zwei: Die Geschichten werden oft noch geschrieben. Das heißt, oft folgt ein Kapitel erst Wochen oder Monate später. Bis dahin hatte ich dann schon vergessen, was in den Abschnitten davor passiert war. Und Problem Nummer drei: Nur wer andere Geschichten kommentiert, wird höher gerankt und so „entdeckt“. Da mir sinnlosen und wahllosen Kommentieren aber zu doof ist, werden meine Geschichten auch schlecht gefunden.
Und was ist jetzt gut an Wattpad? Man erhält Feedback. Sowohl Lob für gelungene Geschichten oder eben Hinweise auf Rechtschreibenfehler oder kausale Fehler. Hier sind zwei meiner Geschichten: Heartbreak Vacation und Wo das Herz zuhause ist.

Besagter Kollege hat mir Wortkrieger empfohlen. Ursprünglich lief das Forum unter dem Namen Kurzgeschichten.de und so sieht es dann auch aus. Viele Kurzgeschichten in unterschiedlichen Genres lassen sich hier finden – weniger die weinschweifende, Kapitel-umfassenden Werke wie bei Wattpad. Aber die Szene ist rührig, gibt viele Kritiken und Empfehlungen. Leider muss man diese Geschichten – im Vergleich zu Wattpad – am Bildschirm lesen, kann sie also im Zweifelsfall nicht mit ins Bett nehmen 🙂

Auch in den Sozialen Netzwerken tummeln sich zahlreiche Gemeinschaften, deren Ziel das Teilen von Bücher, Gedichten oder ähnlichem ist. So bin ich zum Beispiel Mitglied bei Writer’s Online, wo viele Autoren ihre aktuellen Werke bewerben und auch veröffentlichen.

Fazit: Wer will kann seine Werke vielen Menschen zugänglich machen. Wie erfolgreich man damit sein kann, hängt – wie immer – von der Arbeit ab, die man hineinsteckt.

Jahresbilanz: Wie sich das Blog entwickelt hat

Jahresbilanz: Wie sich das Blog entwickelt hat

Seit gut 2,5 Jahren gibt es jetzt meinmeer.de. Das Blog entstand aus dem Verlangen heraus, etwas persönlicher zu werden, als es mir auf dem Internetportal europas-kuesten.de möglich war. Schließlich sollte das Portal, das wir 2004 entwickelt haben, eine mehr redaktionelle-journalistische Richtung haben – sozusagen ein digitales Magazin sein, als so etwas noch gar nicht existierte. Anfangs fanden sich natürlich nur vereinzelte Nutzer auf den Seiten ein. Mit dem Ausbau der Themenvielfalt kamen auch mehr Leser. In diesem Jahr lag die Anzahl der Leser relativ stabil, wobei sich Produktivitätspausen sofort bei den Pageviews niederschlugen (Mai, Juni & November). Eine Gesamtzahl von 544.800 Pageviews über Jahr hinweg macht mich auf jeden Fall stolz und zeigt, dass die Themen gut ankommen.

Am erfolgreichsten war übers Jahr gesehen der Beitrag Crabbing: Krebse angeln in der Ostsee, wobei ich allerdings befürchte, dass diese Seite aufgrund ihres englischsprachigen Schlagworts besonders das Ziel von Spam-Angriffen wurde. Besonders häufig in den Top-5 taucht zudem der Strandbesuch: Willst du viel, fahr‘ nach Juist! auf. Allgemein kommt die Rubrik „Strandbesuch“ gut an und wird 2020 garantiert noch ausgebaut. Eine zweite, häufig geklickte Rubrik ist die „Strandfunde“-Kategorie. Die Antwort auf die Frage Was ist eigentlich Meerglas? wollten Nutzer fast jede Woche aufs neue lesen.

europas-kuesten.de ist übrigens umgezogen. Die Seiten wurden von den gängigen Suchmaschinen aufgrund ihres Alters nicht mehr gefunden, sodass der Umzug auf ein zeitgemäßeres Design nach fast 15 Jahren mehr als notwenig wurde. Damit einher ging auch die Umbenennung in Küstenreporter. Die Domains sind natürlich weiterhin zugänglich und werden weitergeleitet.

Veröffentlichungen 2019

Veröffentlichungen 2019

Auch in diesem Jahr durften wir wieder für viele interessante Magazine und Zeitungen schreiben. Wir danken für die Möglichkeit, uns mit so vielen unterschiedlichen Themen – von Binnenhäfen über Fair Trade bis Wandern an Wasserfällen – auseinandersetzten zu dürfen.

Unterstehend die Veröffentlichungen von Ann-Chrsitin Wimber:

  • Branche trotzt dem Brexit-Chaos (DVZ-Themenheft „Binnenhäfen“, Dezember 2019)
  • Häfen mit Zukunft (DVZ-Themenheft „Binnenhäfen“, Dezember 2019)
  • Den Bergen so nah (SZ, 14./15. Dez. 2019)
  • Das lange Leben der Elemente (DVZ – Themenheft „Nachhaltigkeit in der Logistik“, November 2019)
  • Maritime Müllabfuhr (DVZ – Themenheft „Nachhaltigkeit in der Logistik“, November 2019)
  • Aus Überzeugung nachhaltig (DVZ – Themenheft „Nachhaltigkeit in der Logistik“, November 2019)
  • Wellness to Go (SZ/„Wellness & Spa“, Oktober 2019)
  • Die Anfänge des gerechten Handels (SZ, 26. September 2019)
  • Fair handeln wird en vogue (SZ, 26. September 2019)
  • „Bremen – tierisch reizvoll an jeder Ecke“ (Unser Norden, Juli/August 2019)
  • „Kinderleichtes Vergnügen“ (Clever Campen, 3/2019)
  • Sprachbarriere überwinden (Sozial #1/2019, 23. April 2019)
  • Im freien Fall – Wanderung entlang von Wasserfällen (SZ – Aktiv & entspannt, #3/2019)
  • Radeln bis die Reifen rauchen (SZ – Aktiv & entspannt, #3/2019)
  • Gleiten ohne Widerstand (THB – Sonderbeilage Green Shipping (02. April 2019)
  • SH Guide Holsteinische Schweiz 2019
  • Willkommen in der Wolkenwelt (SZ, 14. März 2019)
  • „Mein Schiff 2“ abgeliefert (THB, 24. Januar 2019)
Disclaimer? Unter E-Mails nicht notwendig!

Disclaimer? Unter E-Mails nicht notwendig!

In letzter Zeit fallen mir wieder verstärkt Disclaimer unter E-Mails auf, die folgende oder ähnlich lautenden Wortlaut aufweisen:

Diese E-Mail ist nur für die genannten Empfänger oder deren Vertreter bestimmt und kann vertrauliche Informationen enthalten. Sollten Sie nicht der vorgesehene Adressat dieser E-Mail oder dessen Vertreter sein, so bitten wir Sie, sich mit dem Absender in Verbindung zu setzen.  Das Lesen, das Kopieren, die Benutzung oder die Weitergabe dieser Informationen an Dritte ist zu unterlassen. Jede Form der unautorisierten Nutzung, Veröffentlichung oder Weitergabe des Inhalts dieser E-Mail ist nicht gestattet.

Vor rund zehn Jahren habe ich mich schon mal für das Handwerk Magazin mit der Frage befasst, ob ein solcher Disclaimer überhaupt irgendeinen Sinn hat. Die Rechtsanwältin sagte mir damals, dass dieser Textabsatz völlig sinnlos sei – es sei denn, er dient der Beruhigung des Absenders.

Und wie sieht es heute – nach Datenschutzgrundverordnung und Co aus? Der Sachverhalt hat sich nicht geändert. Noch immer gilt: Der Disclaimer hat keine rechtliche Bindung. Die hier enthaltenen Ge- oder Verbote werden vom Absender einseitig gegenüber dem Empfänger erklärt. Um rechtliche Wirksamkeit zu entfalten, müssten diese Punkte jedoch zwischen beiden Parteien vereinbart werden. Eine einseitige rechtliche Verpflichtung ist hier nicht möglich. Das Verbot, fremde Inhalte weiterverbreiten, wird zudem in zahlreichen anderen gesetzliche Rechtsgrundlagen geregelt. (Quelle unter anderem: datenschutzbeauftragter-info.de)

Sollten Unternehmen allerdings im angloamerikanischen Raum beruflich unterwegs sein, so ist der Disclaimer allerdings tatsächlich vorgeschrieben – dann aber vielleicht lieber auf Englisch…

Fair handeln wird en vogue

Fair handeln wird en vogue

Es ist schon toll, wie sich der Verkauf von fair gehandelten Produkten in den letzten Jahren entwickelt hat. Immer mehr Menschen achten auf das Fairtrade-Siegel, immer mehr Kommunen setzen auf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit bei den eigenen Anschaffungen, immer mehr Menschen engagieren sich für fair gehandelte Kleidung im Handel, bei Bildungsangeboten und in Weltläden. Seht der Eröffnung des ersten Weltladens in Stuttgart, sind rund 800 weitere dazugekommen.

Die Süddeutsche Zeitung hat zu diesem Thema ein tolles Spezial herausgebracht, an dem Ann-Christin Wimber aktiv beteiligt war. Was leider keinen Platz mehr gefunden hat, sind Informationen zu den Fairtrade-Kommunen, -Schulen und -Universitäten. Deswegen folgen diese jetzt hier:

Fairtrade Town, University & School

Die drei Kampagnen zur Stärkung des fairen Handel(n)s in Städten, Gemeinden, Kommunen, Schulen und Universitäten wurden 2009 vom Verein TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt ins Leben gerufen. Erste deutsche Fairtrade-Stadt war Saarbrücken. Ursprünglich stammt die Idee aus England. Hier hatte Bruce Crowther 2001 seinen Heimatort, die 4.000-Seelen-Gemeinde Garstang, zum ersten Faitrade-Town ernannt.

In Deutschland gibt es mittlerweile 637 Fairtrade-Städte und -Gemeinden, 640 Fairtrade-Schulen und 27 Fairtrade-Universitäten. Die Titel-Träger müssen alle zwei Jahre nachweisen, dass sie die Vorgaben noch erfüllen. Ansonsten wird ihnen der Titel aberkannt.