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Kategorie: Blog

Schreiben? Unbedingt!

Schreiben? Unbedingt!

Neulich hatte ich ein nettes Fachgespräch mit einem Kollegen. Dabei ging es ums Schreiben – aber ausnahmsweise nicht um das von journalistischen Texten. Wir fachsimpelten über das Schrieben von Geschichten.

Vielleicht geht es such auch so, dass ihr auch in eurer Freizeit nicht von Worten, Sprachbildern und Sätzen wegkommt? Ich habe bereits im Studium diverse Kurzgeschichten geschrieben – zumeist auf Englisch. Vor einiger Zeit habe ich eine dieser Geschichten zufällig wiederentdeckt und mit Entsetzen festgestellt, dass sie kein Ende hat. Also musste ich – ja, tatsächlich wie im Zwang – dieser Geschichte zu ihrem Ende verhelfen. Sie danach wieder auf der Festplatte schlummern zu lassen, dafür war sie mir zu schade. Und da es ja mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zum Veröffentlichen gibt und ich ohnehin Auto bei Amazon bin, habe ich sie auf die Plattform des Internetgiganten gestellt. Verkauft habe ich natürlich nicht ein Exemplar 😉

Aber welche Alternativen gibt es dazu? Als ich mich vor ein paar Monaten auf die Suche nach ebensolchen machte, gelangte ich auf Wattpad. Erst fand ich diese Plattform für Geschichten von Hobby-Autoren noch ganz nett, bald merkte ich aber, dass sich hier viele Teenies herumtreiben. Nichts gegen Teenies – toll, dass sie schreiben. Aber bei massiven Grammatik- und Rechtschreibkinken vergeht mir leider die Lust am Lesen. Tolle Autoren mit interessanten Geschichten sind schwer zu finden. Ein paar habe ich zwar aufgetan, doch dann folgte Problem zwei: Die Geschichten werden oft noch geschrieben. Das heißt, oft folgt ein Kapitel erst Wochen oder Monate später. Bis dahin hatte ich dann schon vergessen, was in den Abschnitten davor passiert war. Und Problem Nummer drei: Nur wer andere Geschichten kommentiert, wird höher gerankt und so „entdeckt“. Da mir sinnlosen und wahllosen Kommentieren aber zu doof ist, werden meine Geschichten auch schlecht gefunden.
Und was ist jetzt gut an Wattpad? Man erhält Feedback. Sowohl Lob für gelungene Geschichten oder eben Hinweise auf Rechtschreibenfehler oder kausale Fehler. Hier sind zwei meiner Geschichten: Heartbreak Vacation und Wo das Herz zuhause ist.

Besagter Kollege hat mir Wortkrieger empfohlen. Ursprünglich lief das Forum unter dem Namen Kurzgeschichten.de und so sieht es dann auch aus. Viele Kurzgeschichten in unterschiedlichen Genres lassen sich hier finden – weniger die weinschweifende, Kapitel-umfassenden Werke wie bei Wattpad. Aber die Szene ist rührig, gibt viele Kritiken und Empfehlungen. Leider muss man diese Geschichten – im Vergleich zu Wattpad – am Bildschirm lesen, kann sie also im Zweifelsfall nicht mit ins Bett nehmen 🙂

Auch in den Sozialen Netzwerken tummeln sich zahlreiche Gemeinschaften, deren Ziel das Teilen von Bücher, Gedichten oder ähnlichem ist. So bin ich zum Beispiel Mitglied bei Writer’s Online, wo viele Autoren ihre aktuellen Werke bewerben und auch veröffentlichen.

Fazit: Wer will kann seine Werke vielen Menschen zugänglich machen. Wie erfolgreich man damit sein kann, hängt – wie immer – von der Arbeit ab, die man hineinsteckt.

Jahresbilanz: Wie sich das Blog entwickelt hat

Jahresbilanz: Wie sich das Blog entwickelt hat

Seit gut 2,5 Jahren gibt es jetzt meinmeer.de. Das Blog entstand auf dem Verlangen heraus, etwas persönlicher zu werden, als es mir auf dem Internetportal europas-kuesten.de möglich war. Schließlich sollte das Portal, das wir 2004 entwickelt haben, eine mehr redaktionelle-journaliste Richtung haben – sozusagen ein digitales Magazin sein, als so etwas noch gar nicht existierte. Anfangs fanden sich natürlich nur vereinzelte Nutzer auf den Seiten ein. Mit dem Ausbau der Themenvielfalt kamen auch mehr Leser. In diesem Jahr lag die Anzahl der Leser relativ stabil, wobei sich Produktivitätspausen sofort bei den Pageviews niederschlugen (Mai, Juni & November). Eine Gesamtzahl von 544.800 Pageviews über Jahr hinweg macht mich auf jeden Fall stolz und zeigt natürlich, dass die Themen gut ankommen.

Am erfolgreichsten war übers Jahr gesehen der Beitrag Crabbing: Krebse angeln in der Ostsee, wobei ich allerdings befürchte, dass diese Seite aufgrund ihres englischsprachigen Schlagworts besonders das Ziel von Spam-Angriffen wurde. Besonders häufig in den Top-5 taucht zudem der Strandbesuch: Willst du viel, fahr‘ nach Juist! auf. Allgemein kommt die Rubrik „Strandbesuch“ gut an und wird 2020 garantiert noch ausgebaut. Eine zweite, häufig geklickte Rubrik ist die „Strandfunde“-Kategorie. Die Antwort auf die Frage Was ist eigentlich Meerglas? wollten Nutzer fast jede Woche aufs neue lesen.

europas-kuesten.de ist übrigens umgezogen. Die Seiten wurden von den gängigen Suchmaschinen aufgrund ihres Alters nicht mehr gefunden, sodass der Umzug auf ein zeitgemäßeres Design nach fast 15 Jahren mehr als notwenig wurde. Damit einher ging auch die Umbenennung in Küstenreporter. Die Domains sind natürlich weiterhin zugänglich und werden weitergeleitet.

Disclaimer? Unter E-Mails nicht notwendig!

Disclaimer? Unter E-Mails nicht notwendig!

In letzter Zeit fallen mir wieder verstärkt Disclaimer unter E-Mails auf, die folgende oder ähnlich lautenden Wortlaut aufweisen:

Diese E-Mail ist nur für die genannten Empfänger oder deren Vertreter bestimmt und kann vertrauliche Informationen enthalten. Sollten Sie nicht der vorgesehene Adressat dieser E-Mail oder dessen Vertreter sein, so bitten wir Sie, sich mit dem Absender in Verbindung zu setzen.  Das Lesen, das Kopieren, die Benutzung oder die Weitergabe dieser Informationen an Dritte ist zu unterlassen. Jede Form der unautorisierten Nutzung, Veröffentlichung oder Weitergabe des Inhalts dieser E-Mail ist nicht gestattet.

Vor rund zehn Jahren habe ich mich schon mal für das Handwerk Magazin mit der Frage befasst, ob ein solcher Disclaimer überhaupt irgendeinen Sinn hat. Die Rechtsanwältin sagte mir damals, dass dieser Textabsatz völlig sinnlos sei – es sei denn, er dient der Beruhigung des Absenders.

Und wie sieht es heute – nach Datenschutzgrundverordnung und Co aus? Der Sachverhalt hat sich nicht geändert. Noch immer gilt: Der Disclaimer hat keine rechtliche Bindung. Die hier enthaltenen Ge- oder Verbote werden vom Absender einseitig gegenüber dem Empfänger erklärt. Um rechtliche Wirksamkeit zu entfalten, müssten diese Punkte jedoch zwischen beiden Parteien vereinbart werden. Eine einseitige rechtliche Verpflichtung ist hier nicht möglich. Das Verbot, fremde Inhalte weiterverbreiten, wird zudem in zahlreichen anderen gesetzliche Rechtsgrundlagen geregelt. (Quelle unter anderem: datenschutzbeauftragter-info.de)

Sollten Unternehmen allerdings im angloamerikanischen Raum beruflich unterwegs sein, so ist der Disclaimer allerdings tatsächlich vorgeschrieben – dann aber vielleicht lieber auf Englisch…

Fair handeln wird en vogue

Fair handeln wird en vogue

Es ist schon toll, wie sich der Verkauf von fair gehandelten Produkten in den letzten Jahren entwickelt hat. Immer mehr Menschen achten auf das Fairtrade-Siegel, immer mehr Kommunen setzen auf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit bei den eigenen Anschaffungen, immer mehr Menschen engagieren sich für fair gehandelte Kleidung im Handel, bei Bildungsangeboten und in Weltläden. Seht der Eröffnung des ersten Weltladens in Stuttgart, sind rund 800 weitere dazugekommen.

Die Süddeutsche Zeitung hat zu diesem Thema ein tolles Spezial herausgebracht, an dem Ann-Christin Wimber aktiv beteiligt war. Was leider keinen Platz mehr gefunden hat, sind Informationen zu den Fairtrade-Kommunen, -Schulen und -Universitäten. Deswegen folgen diese jetzt hier:

Fairtrade Town, University & School

Die drei Kampagnen zur Stärkung des fairen Handel(n)s in Städten, Gemeinden, Kommunen, Schulen und Universitäten wurden 2009 vom Verein TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt ins Leben gerufen. Erste deutsche Fairtrade-Stadt war Saarbrücken. Ursprünglich stammt die Idee aus England. Hier hatte Bruce Crowther 2001 seinen Heimatort, die 4.000-Seelen-Gemeinde Garstang, zum ersten Faitrade-Town ernannt.

In Deutschland gibt es mittlerweile 637 Fairtrade-Städte und -Gemeinden, 640 Fairtrade-Schulen und 27 Fairtrade-Universitäten. Die Titel-Träger müssen alle zwei Jahre nachweisen, dass sie die Vorgaben noch erfüllen. Ansonsten wird ihnen der Titel aberkannt.